Und plötzlich war sie da. Diese Liebe.

 

Anzeige / Ich war an einem Punkt in meinem Leben, an dem sich allein sein gar nicht so verkehrt anfühlte. Ich genoss die Zeit, die ich einfach nur für mich hatte. Ich war mein eigener Mittelpunkt. Mein Leben. Meine Welt.

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Doch dann, dann kamst du. Und du hast, ohne es zu ahnen, meine ganze Welt verändert.

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Unser erstes Treffen war irgendwie kurios. Ich kannte dich nicht und trotzdem landete ich bei dir zu Hause auf deiner Couch. Ohne zuvor auch nur ein Wort mit dir gesprochen zu haben.

Ich war an diesem Tag mit ein paar ‘Freunden’ unterwegs, die ich kurz vorher kennen lernen durfte. Niemals hätte ich gedacht, dass das der Beginn von etwas ganz Großem wird.

Zu viert beschlossen wir auf ein paar Drinks bei dir vorbei zu schauen.

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Ich saß also mit Marie in deinem Wohnzimmer, irgendwie ein kleines bisschen verloren. Du standest in der Küche. Selbstbewusst. Sicher.

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Ich werde den Moment wohl nie wieder vergessen, als du das erste Mal in meine Augen geschaut hast.

Das war nicht einfach so ein zufälliger Blick. Das war viel mehr. Viel länger. Intensiver.

Nach ein paar Stunden ging es für uns wieder in Richtung Stadt. Gewechselt hatte ich mit dir vielleicht fünf Sätze. Kurz bevor ich wieder durch die Haustür aus deinem Leben verschwand, fingst du meine Nähe noch mal ein.

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Das hier ist keine klischeehafte Romanze, mit Liebe auf den ersten Blick. Aber es ist Liebe.

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Knapp zwei Monate später kam ich zurück nach Australien. Für ein Festival. Ich weiß, das klingt total absurd. 25 Stunden Flug für drei Tage am anderen Ende der Welt.

Eine Freundin holt mich vom Flughafen. Dich hatte ich zu diesem Zeitpunkt gar nicht wirklich im Kopf.

Am nächsten Tag sollte es mit dem Auto Richtung Subsonic gehen. Der Freund mit dem ich fahren wollte, sprang kurzfristig ab.

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Glück im Unglück.

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Du standest also Donnerstagmorgen vor der Tür und nahmst mich in deinem Auto mit. Das war der Anfang von einer ganz besonderen Geschichte. Von einer ganz besonderen Zeit. Von dir und mir.

Festival hin oder her, die folgenden drei Tage waren aufregender alles andere jemals zuvor. Wir verbrachten restlos jede Sekunde miteinander. Jeden Moment.

Sonntag abend fuhren wir zurück nach Sydney. Mein Flug nach Hause – Montag.

Ich verbrachte die Nacht mit bei dir. Nach einer ausgiebigen und langen Dusche vielen wir nur noch ins Bett. Das wars. Nicht mehr und nicht weniger. Ein Kuss bevor wir beide schlafen gingen.

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Mein letzter Gedanke, ich möchte morgen nicht aufwachen. Ich möchte nicht nach Hause. Nach Deutschland. So weit weg von hier. So unendlich weit weg. Von dir.

Wir gingen frühstücken und noch für eine kurze Runde in den Park. Wir redeten nicht wirklich. Es herrschte Stille. Nicht weil wir nicht kommunizieren wollten, mehr weil wir es nicht konnten. Wir wussten beide wohl nicht, was wir sagen sollten. Trauer? Ungewissheit? Ich glaube es war viel mehr als das.

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Arm in Arm machten wir langsame Schritte. In meinem Kopf waren so viele Gedanken, so viele Momente die ich noch nicht verarbeitet hatte.

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Ich war nicht bereit zu gehen. Ich wollte hierbleiben. Bei dir.

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In deinem Kopf ging wohl genau das selbe vor. Du holtest dein Handy aus der Hosentasche und fragtest mich, ob du probieren könntest, mein Flug zu verschieben. 4 Stunden vor Abflug. Lächerlich. Verschwendete Zeit.

Das war dir von Anfang an mehr als bewusst. Schließlich hattest du mal als Travel-Agent gearbeitet.

Ich merkte dass wir uns beide leer und seltsam fühlten. Kann ich wirklich einfach so in das Flugzeug steigen? So als ob nichts gewesen wäre? So als ob es das ‘Uns’ einfach nie gegeben hätte?

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Nein. Die Antwort war simple. Das Handeln fiel nur viel schwieriger. Allerdings kam ich an einen Punkt, an dem mir jegliche Relation und in diesem Fall auch Geld vollkommen egal wurden.

Ich verpasste mein Flugzeug. Ich rief meine Mama an und erklärt ihr, dass ich mehr Zeit brauche. Mehr Zeit mit einem neuen Menschen in meinem Leben. Mehr Zeit mit einem Menschen, den ich eigentlich überhaupt nicht kenne. Mehr Zeit mit dir.

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Die folgende Woche fühlte sich an wie ein Jahr. Trotzdem verflog die Zeit.

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Der Tag der Abreise war gekommen. Es gab kein zurück mehr. Ich musste schließlich nach Hause. Ich musste arbeiten. Ich musste mein Leben leben. Ich musste zurück in meine Welt.

Plötzlich war ich mir überhaupt nicht mehr so sicher, was meine Welt eigentlich war.

Die Stille am Flughafen erinnerte mich an die Situation im Park, eine Woche zuvor. Nur diesmal wussten wir beide, dass ich in wenigen Momenten verschwunden sein werde. Für wie lange? Ungewiss.

Ich ging und du fielst am Flughafen auf die Knie. Über eine Stunde hattest du das geparkte Auto gesucht.

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Einen klaren Gedanken fassen? Niemals. Mein Flug bestand aus Tränen, Angst, Traurigkeit und gleichzeitig Freude, Liebe und einem Gefühl, dass ich vorher so noch nicht kannte.

Mir wurde klar, dass nach diesen zehn Tagen nichts mehr sein würde wie vorher. Zu Hause angekommen war sie da, diese Lehre.

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Eigentlich hat sich nichts verändert, und trotzdem war alles anders.

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Du bist einer der beeindruckendsten & liebevollsten Menschen, die ich jemals kennen lernen durfte.

Ich bin so unendlich dankbar dafür, dass du jeden Tag an meiner Seite stehst. Die Entscheidung, alles aufzugeben und meinen Gefühlen zu folgen, war die beste meines Lebens.

Du warst die beste Entscheidung. Unsere Beziehung. Unsere Liebe. Das ‘Uns’.

Ich liebe jeden Moment mit dir. Ich lebe jeden Moment mit dir. Danke.

.Und plötzlich war sie da. Diese Liebe.

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